Der spezifische Ertrag als Maßstab
Anlagen werden in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben – das ist die Nennleistung unter Testbedingungen. Der Jahresertrag ergibt sich aus kWp multipliziert mit dem spezifischen Ertrag des Standorts. In Deutschland liegt dieser zwischen etwa 900 kWh/kWp im Norden und 1.150 kWh/kWp im Süden.
| Anlagengröße | Jahresertrag | Fläche (ca.) |
|---|---|---|
| 5 kWp | 5.000 – 5.500 kWh | 25 m² |
| 10 kWp | 9.500 – 11.000 kWh | 50 m² |
| 15 kWp | 14.000 – 16.500 kWh | 75 m² |
| 20 kWp | 19.000 – 22.000 kWh | 100 m² |
Ausrichtung und Neigung
| Ausrichtung | Neigung 30° | Bewertung |
|---|---|---|
| Süd | 100 % | höchster Jahresertrag |
| Südost / Südwest | 95 – 98 % | praktisch gleichwertig |
| Ost / West (beidseitig) | 80 – 90 % | gleichmäßigerer Tagesverlauf |
| Nord | 55 – 70 % | nur in Ausnahmefällen sinnvoll |
Ein Ost-West-Dach liefert weniger Gesamtertrag, dafür morgens und abends mehr Leistung. Für Haushalte mit Verbrauch am Morgen und am Abend kann das den nutzbaren Anteil erhöhen – die Eigenverbrauchsquote steigt oft, obwohl der Ertrag sinkt.
Verschattung realistisch einschätzen
- Kamine, Gauben und Satellitenschüsseln verschatten punktuell, aber täglich.
- Bäume verändern die Verschattung über die Jahre – Wachstum einplanen.
- Nachbargebäude wirken vor allem im Winter bei flachem Sonnenstand.
- Modul-Optimierer oder Moduldirektwechselrichter reduzieren die Auswirkungen.
Verlauf über das Jahr
Im Juni erzeugt eine Anlage oft das Fünf- bis Achtfache des Dezemberwerts. Konkret: Eine 10-kWp-Anlage liefert im Juni rund 1.200 bis 1.400 kWh, im Dezember dagegen nur 200 bis 350 kWh. Diese Saisonalität ist der Hauptgrund, warum vollständige Autarkie mit Batteriespeicher nicht erreichbar ist.
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