kWp: eine Leistungsangabe
Kilowattpeak (kWp) beschreibt die Leistung, die eine PV-Anlage unter genormten Testbedingungen (bestimmte Einstrahlung, Modultemperatur und Lichtspektrum) erreichen würde. Es handelt sich also um einen Vergleichswert für die Modulleistung, vergleichbar mit der PS-Angabe bei einem Auto – kein Versprechen für den tatsächlichen Ertrag an einem realen Tag.
kWh: eine Energiemenge
Die Kilowattstunde (kWh) ist dagegen eine Energiemenge. Sie beschreibt, wie viel Strom tatsächlich über einen bestimmten Zeitraum erzeugt oder verbraucht wurde – etwa der Jahresstromverbrauch eines Haushalts oder der Jahresertrag einer PV-Anlage. Auf der Stromrechnung wird üblicherweise in kWh abgerechnet.
Wie beide Werte zusammenhängen
Eine Anlage mit mehr kWp erzeugt tendenziell mehr kWh pro Jahr – allerdings nicht nach einer festen Formel. Wie viele kWh tatsächlich zusammenkommen, hängt zusätzlich von Standort, Ausrichtung, Dachneigung, Verschattung und Wetterjahr ab. Zwei Anlagen mit identischer kWp-Angabe können deshalb unterschiedliche Jahreserträge in kWh liefern.
- kWp = Leistung (Momentanwert unter Testbedingungen).
- kWh = Energiemenge über einen Zeitraum (z. B. ein Jahr).
- Als grobe Orientierung werden in Deutschland häufig rund 900–1.100 kWh pro kWp und Jahr genannt – ein Richtwert, kein garantierter Ertrag.

