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Ost-West-Dach oder Süddach: Welche Ausrichtung ist besser?

Ein Süddach liefert den höchsten Jahresertrag, ein Ost-West-Dach den gleichmäßigeren Tagesverlauf. Wer viel Strom morgens und abends verbraucht, erreicht mit Ost-West oft eine höhere Eigenverbrauchsquote – und damit eine vergleichbare Wirtschaftlichkeit.

6 Min.Zuletzt aktualisiert: August 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Süd liefert ca. 10–20 % mehr Jahresertrag als eine Ost-West-Belegung.
  • Ost-West erzeugt zwei Tagesspitzen statt einer Mittagsspitze.
  • Auf Ost-West-Dächern lassen sich häufig beide Flächen belegen – mehr kWp insgesamt.
  • Für die Entscheidung zählt die Kombination aus Ertrag, Eigenverbrauch und Modulanzahl.

Der Unterschied im Tagesverlauf

Ein Süddach erreicht seine Höchstleistung zwischen 11 und 14 Uhr. Ein Ost-West-Dach startet früher, hat mittags eine flachere Kurve und liefert abends länger Leistung. Für viele Haushalte passt der zweite Verlauf besser zum tatsächlichen Verbrauch.

KriteriumSüddach 30°Ost-West 25°
Spezifischer Ertragca. 1.050 kWh/kWpca. 900 – 950 kWh/kWp
Mittagsspitzehochmoderat
Ertrag morgens/abendsgeringdeutlich höher
Typische Eigenverbrauchsquote ohne Speicher25 – 32 %30 – 38 %
Netzeinspeisespitzehochgeringer
Vergleich bei identischer Modulanzahl

Warum Ost-West häufig mehr Module ermöglicht

Bei einem Satteldach mit Ost-West-Ausrichtung stehen zwei Flächen zur Verfügung. Statt einer Südfläche mit 24 Modulen lassen sich oft 2 × 20 Module montieren. Der geringere spezifische Ertrag wird dadurch teilweise oder vollständig ausgeglichen – bei etwas höheren Montagekosten.

Entscheidungshilfe

  • Süd bevorzugen bei begrenzter Fläche, geplanter Volleinspeisung oder hohem Mittagsverbrauch.
  • Ost-West bevorzugen bei Verbrauch am Morgen und Abend, Wärmepumpe mit Taktung über den Tag oder wenn beide Flächen frei sind.
  • Nordflächen nur ergänzend und nur bei sehr flacher Neigung prüfen.
  • Flachdächer: Ost-West-Aufständerung nutzt die Fläche meist besser aus als eine Südaufständerung mit größeren Reihenabständen.

Neigung nicht vergessen

Zwischen 20° und 40° Neigung sind die Unterschiede gering. Sehr flache Dächer (unter 15°) verschmutzen stärker und benötigen häufiger Reinigung; sehr steile Dächer (über 50°) verlieren im Sommer Ertrag, gewinnen aber im Winter durch den flachen Sonnenstand.

Beide Varianten vergleichenDachflächen einzeln anlegen und Erträge direkt gegenüberstellen.Berechne dein individuelles EnergiekonzeptDach, Verbrauch, Speicher, Wärmepumpe und E-Auto in einem Rechner – inklusive Wirtschaftlichkeit.

Quellen & Stand

Stand: August 2026 · zuletzt fachlich geprüft: 2026-08-15

Regulatorische Rahmenbedingungen können sich ändern. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung und keine individuelle Planung.

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