Preisspannen nach Anlagengröße
Die folgenden Werte sind Erfahrungswerte für Ein- und Zweifamilienhäuser in unserer Region (Stand August 2026, brutto, schlüsselfertig ohne Speicher). Sie ersetzen kein Angebot, geben aber eine belastbare Orientierung.
| Anlagengröße | Preisspanne gesamt | Preis je kWp |
|---|---|---|
| 5 kWp | 8.000 – 10.500 € | 1.600 – 2.100 € |
| 10 kWp | 13.000 – 18.000 € | 1.300 – 1.800 € |
| 15 kWp | 18.000 – 25.000 € | 1.200 – 1.650 € |
| 20 kWp | 23.000 – 32.000 € | 1.150 – 1.600 € |
Woraus sich der Preis zusammensetzt
| Position | Anteil (grob) | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Module | 20 – 30 % | Leistung, Wirkungsgrad, Garantie, Hersteller |
| Wechselrichter | 8 – 12 % | Auslegung, Notstromfähigkeit, Monitoring |
| Unterkonstruktion | 8 – 12 % | Dachhaken, Schienen, Dichtungen |
| Montage & Arbeitszeit | 20 – 30 % | Dacharbeit, Sicherung, Logistik |
| Elektroinstallation | 10 – 15 % | Zählerschrank, Leitungen, Überspannungsschutz |
| Gerüst | 3 – 8 % | abhängig von Höhe, Dauer und Zugänglichkeit |
| Planung, Anmeldung, Doku | 5 – 10 % | Netzanmeldung, Marktstammdatenregister, Abnahme |
Speicher, Wallbox und Notstrom
- Batteriespeicher: rund 600 – 900 € je nutzbarer kWh, inklusive Einbindung
- Notstrom-/Ersatzstromfunktion: je nach Ausführung 500 – 2.500 € Aufpreis
- Wallbox 11 kW inklusive Anschluss: rund 1.200 – 2.500 €
- Energiemanagement / Steuerung: rund 300 – 1.200 €
Was Angebote schwer vergleichbar macht
Zwei Angebote mit gleicher kWp-Zahl können sich um mehrere tausend Euro unterscheiden – oft zu Recht. Prüfe deshalb immer, ob folgende Punkte enthalten sind:
- Gerüst, Entsorgung und eventuelle Dacharbeiten
- Erneuerung oder Anpassung des Zählerschranks
- Überspannungs- und Blitzschutzmaßnahmen
- Netzanmeldung, Inbetriebnahme, Marktstammdatenregister
- Garantiebedingungen für Module, Wechselrichter, Speicher und Montage
Umsatzsteuer und laufende Kosten
Für die Lieferung und Installation von PV-Anlagen auf Wohngebäuden gilt in Deutschland weiterhin der Nullsteuersatz bei der Umsatzsteuer – Privathaushalte zahlen also keine Mehrwertsteuer auf die Anlage. Laufend kalkulieren solltest du Versicherung, Zählergebühren sowie Rücklagen für Wartung und einen späteren Wechselrichtertausch.
PV-Kosten und Wirtschaftlichkeit selbst berechnen
Wer die eigenen Zahlen einsetzen will, braucht nur wenige Angaben. Diese fünf Werte bestimmen das Ergebnis:
- 1Anlagengröße in kWp – aus Dachfläche oder Modulanzahl.
- 2Investitionssumme brutto – inklusive Montage, Gerüst, Elektrik und Anmeldung.
- 3Jahresstromverbrauch in kWh – von der letzten Abrechnung.
- 4Eigenverbrauchsquote – geschätzt oder aus einer Simulation.
- 5Arbeitspreis in ct/kWh und Einspeisevergütung in ct/kWh.
Typische Fehler in eigenen Kalkulationen
- Eigenverbrauchsquote zu hoch angesetzt – 80 % ohne Speicher sind unrealistisch.
- Speicherverluste vergessen: rund 10 % der eingespeicherten Energie gehen verloren.
- Nebenkosten wie Gerüst, Zählerschrank oder Netzanschluss nicht eingerechnet.
- Wechselrichtertausch nach 12 bis 20 Jahren nicht berücksichtigt.
- Einspeisevergütung des Inbetriebnahmemonats nicht geprüft.
Welcher Rechner passt zu welcher Frage?
| Frage | Passender Rechner |
|---|---|
| Wie viel Strom liefert mein Dach? | Energiesystem-Rechner |
| Welche Speichergröße passt? | Speicherrechner |
| Rechnet sich die Investition? | Energiesystem-Rechner |
| Wie sieht mein Gesamtsystem aus? | Energiesystem-Rechner |

